März 2009
Monatliches Archiv
25. Mrz. 2009 um 07:13 Uhr
Stolz auf die “älteste” Spielstätte im bezahlten Fussball
Von Andreas Heydt, Leinfelden-Echterdingen
Nachdem ich die Blauen bereits bei einem Auswärtsspiel in Saarbrücken bewundern durfte, kam im Sommer 1980 endlich der erste Besuch auf dem Kickersplatz zustande. Mit Papa, Mutti und Bruderherz ging es zu den Blauen. Ein Ausflug der ganz besonderen Art. Ein in Stuttgart nicht ganz unbekannter Mann, namens Karl Allgöwer, spielte noch im blau-weiß- gestreiften Trikot und überhaupt war es einfach klasse. Nah bei den Spielern. Mittendrin statt nur dabei. Bei den ersten Spielen im Waldaustadion war neben meinem Papa auch öfters mal ein heutiger Aufsichtsrat mit am Ball und wir erfreuten uns nicht nur an der leckeren Stadionwurst und den tollen Spielen (Ergebnisse waren irgendwie nicht sooo wichtig), sondern bei unseren „Stadionumrundungen“ während dem Spiel auch über die bis heute typischen Kommentare unserer Urblauen Anhänger! Anfang der Achtziger durften die Blauen dann gleich mal über dem Neckar spielen – in der zweiten Liga und dort waren wir wirklich und im wahrsten Sinne des Wortes „unter uns“ – dennoch konnte man noch einen Rudi Völler bei den Sechzigern bewundern und sich mit den Ordnern rumärgern, weil sie verlangten, dass wir unsere mühsam zurechtgemachten Papierschnipsel nach dem Torjubel wieder aufräumen sollten. Da wurde nicht lange gefackelt und die 11jährigen Buben bekamen die Deutlichkeit der Worte durch das Langziehen der Ohren höchst wichtig untermauert. Ja, auch das war für mich KICKERS.
Aber wieder zurück zur Kickersheimat: Wir haben eben die “älteste” Spielstätte im bezahlten Fussball und darauf dürfen wir mit Recht sehr stolz sein. Auf die Blauen! 
24. Mrz. 2009 um 08:27 Uhr
Solidaritätsbekundung aus Regensburg
Auch unsere Freunde aus Regensburg unterstützen uns im Kampf für das Waldaustadion:

Vielen Dank für diese Aktion nach Regensburg
16. Mrz. 2009 um 19:45 Uhr
Über den Tellerrand - Gleiche Problematik, aber kooperativere Stadtverwaltungen
Die hohen Anforderung des DFB an die Spielstätten beschäftigt nicht nur die Fans der Stuttgarter Kickers. Auch andere Vereine befinden sich in vergleichbaren Situationen. Während sich die Stadt Stuttgart bei diesem Thema trotz Versprechend nicht unter Zugzwang sieht, packen die Stadtverwaltungen der Konkurrenz die Themen mit beiden Händen an.
Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena: Die Bürgerinitiative “Unser Stadion” hat sich einen bekannten Schirmherr an seine Seite geholt: Nationalspieler Bernd Schneider unterstützt die Kampagne zum Ausbau des Ernst-Abbe-Sportfelds. Erste Erfolge wurden bereits verzeichnet: Der Stadtrat beschäftigt sich nun intensiv mit dem Thema.

Grünwalder-Stadion, München: In München wünscht sich die Mehrheit der 1860-Fans einen Arena-Ausstieg und die Rückkehr ins Stadion an der Grünwalder Straße. Mittlerweile ziehen auch die Verantwortlichen des Vereins einen Umzug in Erwägung. Den Anforderungen des DFB käme das Stadion im momentanen Zustand allerdings nicht nach.
Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden: 46 Miliionen Euro wurden für den Ausbau des Rudolf-Harbig-Stadions in Dresden veranschlagt. Das Regierungspräsidium Sachsen stimmte der Finanzierung kurzerhand zu und der Ausbau befindet sich in den letzten Zügen. Das Stadion wurde bereits als Spielstätte der Frauen-Fussball-WM 2011 ausgewählt.

Steigerwaldstadion, Erfurt: Der Kampf hat sich gelohnt. Auch in Erfurt gingen die Fans auf die Straße und demonstrierten für einen Ausbau des heimischen Stadions. Rund 300 Fans demonstrierten am 28. Januar 2009 auf dem Erfurter Domplatz. Die Reaktion ließ nicht lange warten. Am 29. Januar (ein Tag nach der Demonstration) willigte der Stadtrat einem Ausbau zu. Die Stadt Erfurt bezuschusst den Ausbau mit 8 Millionen Euro, weitere 30 Millionen Euro wird das Land Thüringen tragen.

Alte Försterei, Berlin: Die Fans von Union Berlin nahmen das Stadionproblem selbst in die Hand und bauen seit über 200 Tagen mit freiwilligen Helfern das Stadion Stück für Stück um. Noch in dieser Saison sollen die Eisernen in Ihre Alte Försterei zurückkehren:
Es tut sich was in der anderen Städten. Nur die “Sportstadt Stuttgart” wartet offensichtlich darauf, dass die Kickers absteigen und man seiner Pflicht so nicht mehr nachkommen müsste…
15. Mrz. 2009 um 20:58 Uhr
Wir sind Stuttgart
Im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt gab es eine Choreo, die der Sportstadt Stuttgart erneut vor Augen führen sollte, wer Stuttgart ist.

Unterdessen gibt es wohl Bestrebungen den Stadionausbau im Haushalt 2010 einzuplanen. Allerdings war man ja eigentlich schon mal viel weiter, und wurde dann doch noch von der Stadt enttäuscht.
12. Mrz. 2009 um 22:10 Uhr
Hamburger Pauli-Fan im Stuttgarter Fußball-Exil
Von Bernd Carstensen, Stuttgart
Nunjadenn …. mit den Stuttgarter Kickers verbindet man als Fan des FC St. Pauli ansich nicht gerade die besten Erinnerungen: 1991 habt ihr uns aus der Bundesliga gekegelt, das Rückspiel fand damals allerdings in der Suppenschüssel Untertürkheim statt (MBA, vulgo auch Neckarstadion genannt) und das Entscheidungsspiel in der Gelsenkirchener Parkschüssel.
So fällt mein erster Besuch im Waldaustadion in das Jahr 2006, auf den 09. September. Ich lebe inzwischen in Stuttgart, habe mehrmals den Vaueffbeh besucht, vor allem zu internationalen Spielen …bist 150 Meter vom Geschehen entfernt und die Stimmung ist unterirdisch. Naja, an das Millerntor reicht sowieso nix ran, aber egal. Der 09.09.2006 war ein Pokalsamstag, abends würde es den FC Bayern im Fernsehen geben, der bei St. Pauli anzutreten hätte, das wollten wir uns alle gemeinsam anschauen, aber zur Nachmittagszeit sollten die Stuttgarter Kickers den großen HSV empfangen an der Waldau. Also bitte, ich mag einfach nur kicken gucken, also einen Kumpel angerufen “lass doch mal hin da”, schon mal warm singen für den Abend. Und es wurde ein grandioser Nachmittag. Die wahrscheinlich alle komplett gedopten Kickers hauten Kirsche schon in den ersten Minuten zwei Dinger rein (Yildiz und Okpala), St. Ellingen Germania Bahrenfeld glich durch Sanogo (Hoffenheim-Hoffnungsträger) und Ljuboja (du hast die Haare bunt) aus, ging sogar durch Guy Demel in Führung vor der Pause. Naja, die zweite Halbzeit hätte man ansich komplett auf der Sonnenbank verbringen … die Hamburger dachten schon an die Champignon Liga, dachten sie könnten das so runter spielen. Aber bekanntermaßen dauert ein Spiel seit Sepp Herberger 90 Minuten und in selbiger köpft wieder Yildiz an Kirsche den Ball vorbei ins Tor. Aus die Maus Verlängerung … klein gegen groß, das was den Bokal den Bokal macht; die Kickers hatten schon dreimal gewechselt, so dass einige Spieler angeschlagen nur noch über den Platz humpeln konnten. Und dann legt Mathijsen Mesic … Elfer der humpelnde Okpala verlädt Kirsche. Und danach verteidigen elf Kicker der Kickers aufopfernd gegen die Königsklassen-Deppen aus Bahrenfeld und schmeißen den HSV tatsächlich aus dem DFB-Pokal raus, in der ersten Runde. Welch Hochgefühl!!!
(am Abend hat dann St. Pauli gegen die Bayern 1:2 in der Verlängerung verloren, aber what the f***)
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